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Beschwerden in Nacken, Hals und Schultern

Kennen Sie das?

Durch unseren Alltag mit viel Computerarbeit, Schreibtischtätigkeit, den Gebrauch von Tablets, Laptops oder Smart-Phones, wird der Kopf in eine Richtung gezwungen, geradeaus nach vorne schauen oder den Kopf mitunter stark zu neigen. Das gilt auch für Auto fahren, Fernsehen, Computerspiele. Oft wird der Kopf nach vorne geschoben, so dass, wenn man sich im Spiegel im Profil betrachten würde, das Ohr nicht über der Schulter mittig zu sehen ist sondern weiter vorne. Wenn man Sie mit geschultem Auge anschauen würde, könnte man wahrscheinlich auch erkennen, dass Sie die Schultern (oder nur eine) nach oben ziehen und dort festhalten, ohne dass Sie das merken.

Diese einseitigen Haltungen, die wenig Abwechslung bieten und den Bewegungsspielraum der Muskeln kaum ausschöpfen, verspannen durch ihre Einseitigkeit die Gewebe von Muskulatur und Faszien und lösen die oben genannten Beschwerden aus.
Durch die Beschwerden vermeiden die Patienten dann Nacken-, Kopf- und Schulterbewegungen noch mehr, was verständlich ist, da unvorsichtige Bewegungen höllische Schmerzen auslösen können, die sogar nachts anhalten und die Patienten vom Schlaf abhalten.

So entsteht ein Teufelskreis: Fehlhaltungen und einseitige Bewegungen erzeugen Beschwerden, diese erzeugen wiederum noch mehr einseitige Bewegungen, was mittelfristig noch mehr Steifheit und Schmerz heißt und so geht das immer weiter.

Bei Nacken-Schulter- und Halsbeschwerden spielt es in der Behandlung eine besondere Rolle, den Alltag und die Bewegungsmuster der Patienten genau zu betrachten:

Welche Arbeit wird getan? Wie stehen PC und Laptop? Wie wird telefoniert, behandelt, getragen, gebügelt, gegangen, gesessen, geschaut, gefahren, geschlafen? usw.

Abbildung: Nackenschmerzen (Ursachen) - Grafik: R. Bruckmann -