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Beckenbodenbeschwerden

Beschwerden im Bereich des Beckens und des Beckenbodens können sehr vielgestaltig sein. Sie können mit Schmerzen, Missempfindungen und Funktionsstörungen einhergehen. Sie können sich langsam einschleichend oder plötzlich nach einem besonderen Ereignis entwickeln, etwa nach einer Fistel-OP oder einem Sturz. Nicht selten ging alles mit einer Blasenentzündung los. Meist haben die Patienten Erfahrungen mit der Behandlung der Beschwerden mit Hilfe von Antibiotika, wie sie bei bakterieller Blasenentzündung oder Prostatitis eingesetzt werden, auch wenn gar kein bakterieller Befund mehr vorhanden ist oder auch nie vorhanden war.
Die Patienten fühlen sich oft sehr elend und befürchten, dass ihre Beschwerden nie mehr weg gehen könnten. Die Lebensqualität kann aufgrund dieser Befürchtung und natürlich durch die Beschwerden selbst sehr eingeschränkt sein.

Die folgende Aufzählung erhebt nicht den Anspruch, vollständig zu sein, es werden jedoch eine Reihe von Phänomenen erwähnt, die typisch sind. Die meisten Patienten haben allerdings mehrere dieser Probleme gleichzeitig.

Blasenbeschweren & Probleme beim Wasserlassen

In der Urologie nennt man diese Probleme Miktionsstörungen. Sie fühlen sich oft ähnlich wie Beschwerden einer akuten Entzündung an, ein bakterieller Befund liegt jedoch nicht vor. Wenn die Blase jedoch durch Verspannungen nie richtig geleert wird und sich in der Blase Restharn bildet, kommt es jedoch auch leichter zu bakteriellen Blasenentzündungen. Dagegen helfen zwar Antibiotika, wenn man die grundlegenden Verspannungen jedoch nicht löst, kehren die Blasenbeschwerden immer wieder zurück.

Unterbauchbeschwerden

Menstruationsbeschwerden

Missempfindungen

Sexuelle Funktionsstörungen

Wenn sexuelle Aktivität Schmerzen auslöst oder verstärkt, ist es normal, dass sie eher gemieden wird, so dass auch ein Verlust der Libido beklagt wird.

Diagnosen und Ursachen

Wichtig: Akute Bauchbeschwerden müssen immer ärztlich abgeklärt werden.

Chronische Beschwerden wie sie oben dargestellt wurden, werden oft als chronische Prostatitis oder Reizblase behandelt. Manchmal wird auch CPPS (Chronic Pelvic Pain Syndrome), also ein chronisches Beckenschmerzsyndrom diagnostiziert. Bei Frauen wird oft eine Reizblase, manchmal auch eine Vulvodynie diagnostiziert. Bei beiden Geschlechtern auch eine Pudendusneuralgie.

Die Beschwerden können von den Muskeln des Beckenbodens oder dem Bindegewebe verursacht werden. Es kommen jedoch auch eine Reihe anderer Muskeln infrage, so zum Beispiel Bauch- und Hüftmuskeln (wie im Stanford Protokoll der Autoren Rodney Anderson und David Wise formuliert). Manchmal haben die Patienten Fehlhaltungen des Beckens, wie Schiefstände oder Verdrehungen, welche die Probleme (mit) verursachen. Oft ist die tiefe Bauchatmung eingeschränkt und nur mühsam möglich.

BEHANDLUNG UND THERAPIE

In der Körpertherapie nach Dr. Pohl® betrachten wir Atmung und Körperstatik und untersuchen die in Frage kommenden Muskeln sowie das Bindegewebe auf Verspannungen.

Die Behandlung erfolgt mithilfe von Pandiculations, also geführten Bewegungsübungen zwischen Therapeutin und Patient(in), einer Triggerpunktbehandlung von außen sowie wenn notwendig von innen- also rektal und/oder vaginal. Ferner kann es notwendig sein, das Bindegewebe der betroffen Muskeln von außen zu behandeln.

Genauso wichtig ist es, dass die Patienten verstehen lernen, woher ihre Probleme kommen, ihr Körperbewusstsein schulen und Übungen erlernen (in meiner Praxis) und zu Hause durchführen um Beweglichkeit und Atmung zu verbessern und die Beschwerden selbst beeinflussen zu können.